10, 15 oder 20 mm: wie viel Luftraum Ihre Kojen brauchen
Alle drei Varianten haben dieselbe Monofilamentstruktur. Sie unterscheiden sich nur darin, wie viel Luft sie zwischen Matratze und Untergrund halten. Welche die richtige ist, ergibt sich aus drei Dingen: wie tief der Kojenboden aufgebaut ist, ob er den Rumpf berührt und wie lange das Boot geschlossen liegt.
Vom Kojenboden aus denken, nicht von der Matratze
Der häufige Fehler ist, die Stärke nach dem Matratzengewicht zu wählen. Das Gewicht zählt, aber es ist die zweite Frage. Die erste lautet: Was liegt unter dem Kojenboden: gedämmter Innenausbau, ein belüfteter Hohlraum oder blankes Rumpflaminat?
Wo der Boden direkt auf rumpfberührender Struktur aufgebaut ist, liegt die kalte Seite nah, und der Luftraum muss unter Last offen bleiben. Das ist der Fall für 15 mm und darüber. Wo der Boden über einem belüfteten Hohlraum sitzt, in dem die Luft ohnehin zirkuliert, reicht 10 mm, um den flächigen Kontakt zu unterbrechen.
10 mm: wenn der Platz die Grenze setzt
Crewkabinen, Gästekojen und Sitzpolster. Die Kojenböden sind flach, die Matratzen leichter, und jeder Millimeter Aufbauhöhe ist verplant. 10 mm unterbricht den flächigen Kontakt, ohne das Polster aus seinem Ausschnitt zu heben.
Es ist auch die richtige Wahl für Polster an kalten Aufbauwänden, wo das Problem der Kontakt ist und nicht ein tiefes Feuchtereservoir.
15 mm: der Normalfall bei Rumpfkontakt
Eignerkabinen, VIP-Kabinen und jede Koje, die dem Rumpf folgt. Diese Stärke gibt genug Luftraum zur kalten Seite und bleibt trotzdem bündig unter dem Polsterausschnitt. Damit ist sie die naheliegende einheitliche Spezifikation für einen Refit oder eine ganze Flotte.
Auf einem Einrumpfboot ist die Bugkoje der Standardfall: Das Polster folgt dem Laminat direkt, zwei Personen heben über Nacht die Feuchte im geschlossenen Vorschiff, und das Wasser sammelt sich unten. 15 mm hält diesen Kanal offen.
20 mm: schwere Aufbauten und Dauerbelegung
Mastersuiten, ungedämmte Rumpfzonen und Kojen im Ganzjahresbetrieb. Zwei Situationen verlangen danach: eine Matratze, die schwer genug ist, um unter Schlaflast einen dünneren Luftraum zusammenzudrücken, und eine Unterkunft, die nie eine unbelegte Woche zum Abtrocknen bekommt.
Hausboote am Dauerliegeplatz und Kojen in ungeheizten Räumen fallen beide in die zweite Kategorie, aus entgegengesetzten Gründen: Das eine ist ganzjährig warm und feucht, das andere kalt und ungedämmt.
Wenn zwei Stärken beide passen würden
Nehmen Sie die dickere, wenn das Boot lange geschlossen liegt, und die dünnere, wenn die Aufbauhöhe knapp ist oder das Polster in einen festen Ausschnitt muss. Belüftung ist keine Ressource, die ausgehen kann. Ein Polster, das nicht mehr in seine Vertiefung passt, ist dagegen ein Problem, das man jede Nacht merkt.
Tiefer Kojenboden oder Rumpfkontakt heißt 15 mm. Flacher Boden oder wenig Aufbauhöhe heißt 10 mm. Schwere Matratze oder Ganzjahresbelegung heißt 20 mm. Wenn Sie zwischen zweien schwanken, bestellen Sie von beiden ein Muster. Für Gewerbekunden sind sie kostenlos.
Häufige Fragen
- Soll ich 10, 15 oder 20 mm nehmen?
- 15 mm ist der Normalfall für Kojen mit Rumpfkontakt, etwa Bugkojen, Doppelkojen im Rumpf und Eignerkabinen. 10 mm passt bei flachen Kojenböden und knapper Aufbauhöhe, etwa in Crewkabinen, auf Sitzbänken und im Salon. 20 mm ist für schwere Matratzenaufbauten und Kojen im Ganzjahresbetrieb.
- Entscheidet das Matratzengewicht über die Stärke?
- Nicht zuerst. Die erste Frage ist, was unter dem Kojenboden liegt: gedämmter Innenausbau, ein belüfteter Hohlraum oder blankes Rumpflaminat. Das Gewicht zählt an zweiter Stelle, weil eine schwere Matratze eine dünnere Schicht unter Schlaflast zusammendrücken kann.
- Was, wenn zwei Stärken beide passen würden?
- Nehmen Sie die dickere, wenn das Boot lange geschlossen liegt, und die dünnere, wenn die Aufbauhöhe knapp ist oder das Polster in einen festen Ausschnitt muss. Ein Polster, das nicht mehr in seine Vertiefung passt, merkt man jede Nacht.